Ein dreifaches Horrido aufs Schützenfest

  • Veröffentlicht am: 11. August 2016 - 13:22
Fahrgeschäft auf dem Schützenfest
Fahrgeschäft auf dem Schützenfest (c) Grüne Hannover

Grüne: Für eine Fortführung des Schützenfestes ist Professionalisierung unausweichlich
Markowis: „Mit Online-BürgerInnenbefragung Anregungen für Weiterentwicklung einholen!“

„Wenn es das Schützenfest als ein für Hannover traditionelles Volksfest weiterhin geben soll, dann haben wir Verständnis dafür, es auf professionelle Beine zu stellen!“, sagt Freya Markowis, Fraktionsvorsitzende der Grünen Ratsfraktion und Spitzenkandidatin für den Rat.

„Wir hätten zwar besser gefunden, dass die Finanzentscheidung über eine Zuwendung an den Verein Hannoversches Schützenfest für 2017/2018 nicht bereits nun durch den ´alten´ Rat erfolgt, sondern erst durch den neugewählten Rat. Doch habe ich Verständnis, dass die Verwaltung nun ein klares Signal braucht, wenn sie die Planung des Schützenfestes in die Hand nehmen soll und bereits ab September 2016 die nötigen Ausschreibungen für das Fest 2017 vornehmen muss“, so Markowis.

„Für die konzeptionelle Weiterentwicklung können wir uns gut vorstellen, dass die Stadtverwaltung eine Online-BürgerInnenbefragung im Rahmen des BürgerInnen-Panels durchführt“, sagt Markowis. Hier könnte die Frage angesprochen werden: Was wünschen sich eigentlich die EinwohnerInnen der Stadt Hannover vom Schützenfest? Was sollte dieses in Zukunft bieten? Welche Anregungen gibt es?

„Dabei können wir uns auch die Frage vorstellen, ob nicht auch Frauen Bruchmeisterinnen werden sollten. Nach über 700 Jahren mit Bruchmeister-Herren könnte dies ein Detail der Weiterentwicklung werden!“ so Markowis, auch Vorsitzende des Gleichstellungsausschusses.

„Was die Finanzen für das Schützenfest angeht, sind wir sehr an der Klärung interessiert, wie die Einnahmeseite verbessert werden kann: Wir finden ein vernünftiges Sponsoring-Konzept wichtig. Wir finden gut, in den nächsten 2-3 Jahren die 2001 zuletzt erhöhten Standgelder anzupassen. Als Sofortmaßnahme für 2017 kann ich mir gut vorstellen, dass die Kosten für die Sicherheit des Schützenfestes - insgesamt 25.000 € - bereits ab 2017 auf die StandbetreiberInnen umgesetzt werden. Meines Wissens ist dies bundesweit üblich und wäre ein zumutbarer Betrag für den einzelnen Stand“, so Markowis.

Hintergrund:

Im Ausschuss für Angelegenheiten des Geschäftsbereiches des OB am Donnerstag, 11.08.2016, steht die Drucksache „Weiterentwicklung des Schützenfestes“ auf der Tagesordnung (Nr. 1610/2016).

´Bruchmeister´ ist ein Ehrenamt in der Stadt Hannover. Der OB ernennt vier Herren für die Dauer eines Jahres, damit diese Repräsentationsaufgaben erfüllen. Wahrscheinlich geht das Amt der Bruchmeister auf die im Jahr 1303 erstmals erwähnten Ordnungsherren (Magistris discipline) der Stadt Hannover zurück (Wikipedia).

Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Freya Markowis

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