Grüne sehen guten Willen bezüglich Gedenk-Bodenplatte Bücherverbrennung beim Maschseefest

  • Veröffentlicht am: 28. Juli 2017 - 12:28
Daniel Gardemin
© Grüne Hannover, Foto: Sven Brauers

Gardemin: „Ich gehe allerdings davon aus, dass die Sichtbarkeit während des Aufbaus noch verbessert wird“

„Gemäß der von uns initiierten Beschlusslage ist uns wichtig, dass die an der Geibelbastion in den Boden eingelassene Gedenktafel auch während des Maschseefestes erreichbar und sichtbar ist!“, sagt Dr. Daniel Gardemin, kulturpolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion. Sie erinnert seit Mai 2013 an die Bücherverbrennung der Nationalsozialisten am 10. Mai 1933 an der Bismarcksäule, die sich inmitten des heutigen Maschsees befand.

„Ich habe mich beim aktuellen Aufbau des dortigen Fest-Standes ´See-Wirtschaft´ vergewissert, dass die Gedenk-Bodenpatte mit bruchsicherem Glas überbaut ist“, so Gardemin (siehe Foto). „Das ist soweit schon mal erfreulich!“

„Ich gehe allerdings davon aus, dass die Sichtbarkeit während des Aufbaus noch verbessert wird: Aufgrund Kondenswasser an der Unterseite dieser Glasscheibe ist die Inschrift überhaupt nicht lesbar. Zudem dürfte eine Beleuchtung nötig sein, um die Inschrift in den Abendstunden lesbar zu machen“, so Gardemin. „Aber bis zum Festbeginn am 02. August ist noch Zeit dafür“, sagt Gardemin zuversichtlich.


Hintergrund:

Der Rat hatte am 16. Juni 2016 die Drucksache „Vereinbarung über die Ausrichtung des Maschseefestes“ beschlossen (Ds 1013/2016).

Rot-Grün brachte hierzu einen Änderungsantrag ein, der ebenso beschlossen worden war (Ds 1455/2016). Dieser beinhaltete u. a. folgenden Punkt: „Die Sichtbarkeit und Erreichbarkeit der Gedenkstätte am Maschsee für die Bücherverbrennung 1933 an der Geibelbastion muss spätestens ab 2017 gewährleistet werden (Überbauung der Gedenk-Bodenpatte z. B. durch eine transparente Plexiglasscheibe)“.

Darüber hinaus enthielt der rot-grüne Antrag auch Maßnahmen gegen Lohndumping, für den Schutz der Grünflächen und Wege vor Beschädigungen beim Auf- und Abbau, hohe Umweltstandards insbesondere im Bereich der Abfallvermeidung, z. B. Nutzung von Mehrweggeschirr, eine bevorzugte Vergabe bei der Auswahl der Gastronomiestände bei deren Angebot von Produkten aus fairem Handel, aus ökologischem Anbau bzw. aus regionaler Herkunft.



Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Dr. Daniel Gardemin, kulturpolitischer Sprecher