PM Clausen-Muradian (Grüne): „Recycling-Beton im Hochbau für den Umweltschutz“

  • Veröffentlicht am: 21. September 2017 - 11:55
Recycling-Beton
Recycling-Beton / (c) Gruene Hannover



Laut Umweltbundesamt sind Gebäude und Infrastrukturen ein ´Rohstofflager´. Ihre mineralischen Baustoffe können nach Nutzungsende mittels Recycling neuen oder hergebrachten Nutzungsformen wieder zugeführt werden. Die Ressourcen-Inanspruchnahme kann dadurch verringert werden. Beispielsweise werden in Zürich alle kommunalen Gebäude mit Recycling-Beton entwickelt.

Gemäß den ´Ökologischen Standards beim Bauen im kommunalen Einflussbereich´ in Hannover (Drucksache Nr. 1440/2007) ist einer der bestehenden Standards, dass bei städtischen Gebäuden das Baustoff-Recycling gefördert werden soll (siehe Anlage 1, Ziffer 7/Städt. Gebäude).

Dazu erklärt Dr. Elisabeth Clausen-Muradian, wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion:

„Wir wollen die Verwaltung beauftragen, Möglichkeiten zum Einsatz von Recycling-Beton im Hochbau in der Stadt Hannover zu prüfen. Beispielsweise bei kommunaler Eigenfertigung, über Ausschreibungen bei kommunalen Vergaben, auch als Vorgabe bei Grundstücksverkäufen. Auch soll sie Möglichkeiten für Beratungen bezüglich Baustoff-Recycling für Bauwillige prüfen, z. B. über den BürgerService Bauen.“

Die Grünen haben den Partnern im Rat einen entsprechenden Ratsantrag vorgelegt.

„Mit dem Einsatz von Recyclingbeton sparen wir beim Kiesabbau, beim Energieverbrauch und haben weniger CO2-Emissionen. Das bedeutet, Recycling-Beton schont die Umwelt!“

Vielleicht findet sich auch ein Bauunternehmen, welches mal ein Pilotprojekt Recycling-Beton im Hochbau in Hannover realisiert.



Hintergrund:

Mit dem neuen Forschungs- und Laborkomplex der Humboldt-Universität in Berlin-Mitte, das Rhoda-Erdmann-Haus, hat Berlin Neuland betreten. Der Senat hat hier zum ersten Mal ein öffentliches Gebäude mit Recycling-Beton errichten lassen – rund 5.500 Kubikmeter davon wurden insgesamt verbaut. Durch den Einsatz von aufbereitetem Abrissbeton will das Land ein Zeichen für Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft setzen. (Quelle: http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/recyclingb...)

Berechnungen für das Rhoda-Erdmann-Haus haben folgendes ergeben: „Der Einsatz von Recyclingbeton hat 880 Quadratmeter Kiesbaufläche erhalten, 66 Prozent weniger Energie verbraucht und 4,4 Tonnen CO2-Emissionen erspart. Alles spricht dafür, zukünftig mehr mit Recyclingbeton zu bauen. Fazit: Häuser aus Recyclingbeton schonen unsere Umwelt und sind ein sinnvoller Beitrag zur Kreislaufwirtschaft (Quelle ebenda).

Laut Betonhersteller Holcim Süddeutschland ist trotz des großen Recyclingaufwands machbar, den Recyclingbeton zu etwa dem gleichen Preis anzubieten wie Beton aus primären Rohstoffen (Quelle ebenda).