Barbara David: Die Suchtpräventions- und Unterstützungsangebote müssen wir fortwährend anpassen.

  • Veröffentlicht am: 6. Dezember 2019 - 14:07
Barbara David
Foto: Sven Brauers, © Grüne Hannover

Barbara David, sozialpolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion Hannover, zum heute vorgestellten Sucht- und Drogenbericht der Landeshauptstadt Hannover: „Der zweite Sucht- und Drogenbericht zeigt, wie komplex die Themen ‚Räusche und Süchte‘ in der Stadtgesellschaft verortet sind. Vielen Dank zunächst für den gelungenen Bericht! Drei Aspekte möchte ich hervorheben.“  

David: „Zum ersten: Der Bericht zeigt, dass immer weniger Jugendliche bis zur Alkoholvergiftung trinken, das ist gut und vernünftig. Hier haben die Alkohol-Präventionsangebote, besonders auch die, die Eltern einbeziehen, geholfen.“

David weiter: „Die Präventions- und Suchthilfe-Angebote in Hannover sind fachlich sehr gut aufgestellt – jetzt geht es darum, sie auf aktuelle Bedarfe anzupassen. Zu verstärken sind offenbar die präventiven Angebote im Glücksspielbereich. Wie hoch die Umsätze und Erlöse in diesem Bereich sind, zeigen aktuelle Berichte zur Einführung der Wettbürosteuer in Hannover. Aus den erwarteten Steuereinnahmen können Gelder in die Glücksspielprävention reinvestiert werden. Da kann man nichts falsch machen.“

David zu Menschen mit Sucht und zusätzlichen Problemen in der Innenstadt: „Besonders für die Etablierung von szenenahen Tagesbetten als Ruhepol für Personen, die nachts nicht schlafen können, aus Angst oder weil sie arbeiten müssen, werde ich mich einsetzen! Dass Ruhebetten notwendig sind, regen besonders auch die Sozialarbeiter*innen aus der den Suchthilfeeinrichtungen an. Besonders für suchtkranke, wohnungslose Frauen sind sie wichtig. Unerlässlich für alle Angebote zum Schlafen sind dabei für mich Gewaltschutzkonzepte.“

Hintergrund:

Heute wurde der Sucht- und Drogenbericht der Landeshauptstadt Hannover vorgestellt (Link: https://bit.ly/38bizJV). Dieser zeigt erneut, wie verbreitet der Konsum von Suchtmitteln bzw. suchterzeugendes Verhalten z.B. beim Glücksspiel ist. Suchtprävention im Vorfeld, wie auch Suchthilfe im Krankheitsfall, sind deswegen unerlässlich. Sie dienen dazu, prekäre Situation zu verhindern und Menschen aus prekären Situationen herauszulotsen und neue Perspektiven entwickeln zu lassen.

Auch wenn die Suchtprävention und –hilfe in Hannover gut funktioniert, müssen die Maßnahmen immer wieder auf sich ändernde Gegebenheiten und Bedarfe eingestellt werden.

Zur Wettbürosteuer informiert die DS 2830/2019 N1.