Frauenanteil im neuen Rat auf Stand von 1991!

  • Veröffentlicht am: 20. Oktober 2016 - 13:06
Frauenanteil im Rat 2011 und 2016
(c) Grüne Hannover

Nolte-Vogt: Das ist kein Zufall.
Sabine Nolte-Vogt, gleichstellungspolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion von 2011 bis 2016 stellt fest:
Der Anteil der Frauen im Rat der Landeshauptstadt Hannover zeigte über Jahre einen Aufwärtstrend: Er stieg von 20 % im Jahre 1981 auf 38,5 % in 2001, 2006 gab es einen leichten Rückgang (auf 35,3 %) und 2011 folgte der bisherige Höhepunkt mit 28 Ratsfrauen (also 43,8 %). Doch im neu gewählten Rat sind es nur noch 19 Ratsfrauen (29,7 %) - das bedeutet einen Rückgang auf den Stand von 1991!
Während Grüne mit sechs Frauen zu vier Männern und die SPD mit neun Frauen zu elf Männern relativ ausgeglichen sind, finden sich bei den übrigen Parteien im neuen Rat nur noch insgesamt vier Frauen: drei bei der CDU und eine bei den LINKEN. In der noch laufenden Wahlperiode sind es sieben außerhalb von Rotgrün.
Dieses Ergebnis ist kein Zufall, sondern eine Folge der Kandidatenaufstellung der Parteien. Bei der CDU finden sich gerade mal vier Kandidatinnen auf den 14 ersten Plätzen der Wahlbereiche, bei der FDP und der Linken sogar nur jeweils zwei. Vor diesem Hintergrund ist der magere Frauenanteil im neuen Rat kein Wunder.
Zum Glück sieht das innerhalb der Stadtverwaltung anders aus: Der vorliegende Gleichstellungsbericht zeigt, wie vielfältig die Maßnahmen zur Gleichstellung in der Verwaltung sind. Hervorzuheben ist das Thema Frauen in Führung: 42,6 % Frauen in Führungspositionen (2015), ein sehr guter Wert, der durch kontinuierliche zielorientierte Maßnahmen wie Förderkreise, individuelle Personalentwicklungsmaßnahmen, Führung in Teilzeit erreicht werden konnte.
Dass es in der Politik auch anders geht, zeigt das Ergebnis der Regionswahl. In der neuen Regionsversammlung beträgt der Frauenanteil immerhin 38 %!
Hintergrund:
In ihrer letzten Ratssitzung vor der Neukonstituierung des Rates zieht Sabine Nolte-Vogt ihre Schlüsse zur Neubesetzung und hebt die Erfolge der Verwaltung bei der Gleichstellungspolitik heraus.