Steinhoff: Gewalt gegen Frauen ist leider immer noch ein drängendes Thema

  • Veröffentlicht am: 8. November 2018 - 14:39
Renee Steinhoff
Foto: Sven Brauers, © Grüne Hannover

Steinhoff: „Gewalt gegen Frauen – leider immer noch ein drängendes Thema!“

„Wir wollen Betroffenen von häuslicher Gewalt schneller, besser und individueller helfen,“ sagt Renee Steinhoff, gleichstellungspolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion, „deswegen stellen wir für den Stadthaushalt 19/20 insgesamt 1,15 Mio Euro für die Frauenhäuser in Hannover ein. Ziel ist es, ein auskömmliches und differenziertes Angebot für von häuslicher Gewalt betroffene Frauen und Kinder vorzuhalten. Es ist nicht nur unser Wille, sondern unsere Pflicht, weiter zu verdeutlichen, dass wir häusliche Gewalt nicht dulden und Frauen und Kinder energisch schützen werden – im Gegensatz zu den Tätern.“

„Dafür brauchen wir eine Frauenhaus-Landschaft, die zukunftsfähig ist –wir brauchen mehr Unterstützung und Plätze, denn häusliche Gewalt an Frauen und Kindern ist noch immer ein allgegenwärtiges Vergehen, befördert durch gesellschaftliche und systemische Strukturen, die Frauen ab- und Männer aufwerten.“

„Wir dulden auch keine sexualisierte Gewalt gegen Frauen im Nachtleben, hierzu bringen wir das Modellprojekt für „Sicheres Feiern“ auf den Weg. Außerdem stärken wir den Stadt Hannover Preis, die Möglichkeiten einer Trans*beratung sowie die Barrierefreiheit für den Frauennotruf. Und es wird bald ein Queeres Jugendzentrum in Hannover geben!“

Die Anträge für den Gleichstellungs-Ausschuss im Überblick:

  • 350.000 € (2019) bzw. 800.000 € (2020) für den Ausbau der Frauenhauslandschaft.
  • 20.000 € (2019) bzw. 10.000 € (2020) für das Modellprojekt „Sicheres Feiern“ gegen sexualisierte Gewalt und Belästigung in Nachtclubs und Bars.
  • 8.750 € (2019) bzw. 15.000 € (2020) für den Umzug des Frauennotrufes in barrierefreie Räume.
  • 5.000 € plus p.a. mehr zur besseren Vermarktung des Stadt Hannover Preises.
  • 11.500 € plus p.a. für das Beratungs- und Therapiezentrum für Trans*beratung.
  • 10.000 € plus p.a. für die Beratung des Verbandes binationaler Familien und Partnerschaften.
  • 11.993 € plus p.a. für den Frauen-Treffpunkt zur dauerhaften Finanzierung einer Jahrespraktikantin.
  • 25.000 € für ein Queeres Jugendzentrum in Hannover (weitere 25.000 € aus dem Jugendbereich).
  • Förderung des Mehrgenerationenhauses in Döhren soll statt im Gleichstellungsbereich im Senior*innenbereich erfolgen.
  • Bessere Sichtbarkeit von Gender-Belangen im Beteiligungsbericht.  
  • Bessere Sichtbarkeit von Gender-Belangen in der Haushaltssatzung.