GRÜNE setzen sich für ökologische Landwirtschaft in Hannover ein

  • Veröffentlicht am: 5. September 2016 - 9:42
Pat Drenske

Drenske: „Der Kronsberghof muss dauerhaft als ökologischer Landwirtschaftsbetrieb erhalten bleiben!“

Die Grünen stehen seit langem für eine kontrolliert-biologische Landwirtschaft, also für gesunde Lebensmittel, artgerechte Tierhaltung und eine naturnah gestaltete Landschaft. Per Antrag haben die Grünen im Rat nun die Stadtverwaltung beauftragt, Vorkehrungen zu treffen, um den dauerhaften Erhalt des Kronsberghofes als ökologisch wirtschaftenden Betrieb sicherzustellen.

„Auch in einer Stadt wie Hannover erfüllt eine umweltgerechte Landwirtschaft wichtige Funktionen: für die Versorgung mit gesunden Nahrungsmitteln auf kurzem Wege, für den Erhalt der Kulturlandschaft und für die stadtnahe Erholung. Zugleich fördert eine ökologische Bewirtschaftung die biologische Vielfalt“, erklärt Pat Drenske, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und umweltpolitischer Sprecher der grünen Ratsfraktion. „Wir setzen uns daher dafür ein, dass die landwirtschaftlichen Nutzflächen im Besitz der Stadt Hannover mit Hilfe eines kommunalen Landwirtschaftsprogramms (Agrikulturprogramms) in Kooperation mit den LandwirtInnen ökologischer bewirtschaftet werden“, so Drenske.

„Gerade der Kronsberg zeigt beispielhaft, wie sich in Hannover die Ansprüche von Naturschutz, Naherholung und Landwirtschaft unter dem Motto „Schutz und Pflege durch Nutzung“ miteinander in Einklang bringen lassen. Allerdings ist es dazu erforderlich, dass der Kronsberghof auch zukünftig als ökologischer Landwirtschaftsbetrieb erhalten bleibt“, betont der grüne Umweltpolitiker.

Hintergrund:

Heute (Montag, 05.09.16) wird in der Sitzung des Ausschusses für Umweltschutz und Grünflächen der Antrag der Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und SPD im Rat der Landeshauptstadt Hannover zum Erhalt des Kronsberghofes als ökologischer Landwirtschaftsbetrieb (Drucksache Nr. 1669/2016) behandelt.

Mit dem Kronsberghof entstand 1997 der erste und bisher einzige ökologisch wirtschaftende Betrieb auf dem Gebiet der Landeshauptstadt Hannover. Im Vorfeld der EXPO 2000 hatte sich die Stadt entschlossen, am südlichen Kronsberg 126 ha städtische Landwirtschaftsflächen zusammenzufassen und an einen ökologisch wirtschaftenden Investor zu verpachten. So entstanden die „Hermannsdorfer Landwerkstätten am Kronsberg“. Das Projekt Hermannsdorfer Landwerkstätten am Kronsberg war leider nicht von Dauer – das Unternehmen ging 2003 in Insolvenz. Der landwirtschaftliche Betrieb Kronsberghof blieb jedoch bestehen. Bis heute wird der Hof als Demeter-Betrieb mit ökologischer Acker- und Grünlandwirtschaft bewirtschaftet.

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