GRÜNE wollen Göttinger Modell des Radwege-Winterdienstes erproben

  • Veröffentlicht am: 3. Juni 2013 - 12:23
Patrick Drenske

Drenske: „Freiere Radwege bei weniger Salzeinsatz!“

„In Göttingen wird auf den Radwegen seit drei Jahren eine neue Technik eingesetzt. Die Radwege werden dort mit einem Vorbaubesen geräumt und bei Bedarf mit reiner Sole besprüht“, erläutert Pat Drenske, stv. Fraktionsvorsitzender und Umweltpolitischer Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion. Laut den Göttinger Entsorgungsbetrieben sollen die Ergebnisse der letzten Winter sehr positiv gewesen sein, die Tauwirkung sei auch bei niedrigeren Temperaturen sehr gut. Darüber hinaus werde durch den Einsatz dieser neuen Technik u. a. erreicht, dass der Streustoff nicht verweht werden kann und die Ausbringung punktgenauer erfolgen kann als über einen Feststoffstreuer. „Unser Vorhaben trägt den vielfach vorgetragenen Beschwerden von RadfahrerInnen über verschneite Radwege Rechnung“, betont Drenske.

Drenske: „Die Landeshauptstadt Hannover hat sich zum Ziel gesetzt, den Radverkehrsanteil auf 25 Prozent zu steigern. Eine Voraussetzung dafür sind jedoch ganzjährig sichere und komfortabel nutzbare Radwege. Die neue Technik aus Göttingen für den Winterdienst auf Radwegen könnte dazu beitragen. Wir beauftragen die Stadtverwaltung und aha daher, das Konzept auch in Hannover auszuprobieren. Dort, wo heute bereits gestreut wird, soll in Zukunft probeweise mit dem Göttinger Modell gearbeitet und bei weniger Salzeinsatz für freiere Radwege gesorgt werden. Anschließend gibt es einen Ergebnisbericht.“

Hintergrund:

Im Ausschuss für Umweltschutz und Grünflächen wird heute (Montag, 03.06.2013) der Antrag „Winterdienst auf Radwegen nach Göttinger Vorbild“ der Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und SPD im Rat der Landeshauptstadt Hannover behandelt.

Bereits 1988 hat der Rat der Landeshauptstadt Hannover den sogenannten „salzarmen Winterdienst“ eingeführt um Schäden für die Umwelt aber auch an Tierpfoten, Fahrzeugen und Gebäuden durch den Salzeinsatz zu verhindern. Dieser differenzierte „salzarme Winterdienst“, lässt bei extremen Wetterverhältnissen im Winter auch einen sparsamen Salzeinsatz in Fußgängerzonen, auf Behindertenparkplätze und auf wichtigen Radwegen zu.

Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Pat Drenske

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