Grüne zu Kitas: "Die Qualität steht für uns an erster Stelle."

  • Veröffentlicht am: 14. März 2017 - 15:57
Norbert Gast
Foto: Sven Brauers, © Grüne Hannover

Gast: "Die neue Entgeltstaffelung ist sozialer als die alte."

"Mit der neuen Entgeltstaffelung werden Familien mit niedrigeren Einkommen entlastet. Familien mit der höherem Einkommen werden etwas höhere Gebühren zahlen müssen," erläutert Norbert Gast, jugendpolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion.
"Wir hätten auch gern kostenfreie Kitas als Bildungseinrichtungen, aber dies ist für eine Kommune wie Hannover nicht finanzierbar und darf auf keinen Fall zulasten der Qualität gehen," so Gast weiter.
Die Stadt Hannover habe in den letzten Jahren viele Betreuungsplatze im U3-Bereich geschaffen und gleichzeitig (ab 2008) von sich aus bereits die dritte Kraft in Krippen eingeführt, ohne dabei die Gebühren zu erhöhen. "Die ab Sommer geltende Erhöhung ist leider notwendig und so sozial wie möglich geplant," so Gast. "Mittel- bis langfristiges Ziel muss es sein, dass Bund und Land die Kommunen mit ausreichend Mitteln ausstatten um die Elternbeiträge ganz- oder teilweise abzuschaffen".

Hintergrund:

Ab Sommer 2017 tritt eine neue Entgeltstaffel für die Elternbeiträge in hannoverschen Kitas in Kraft. Die Entgelte sind in sieben statt in bisher neun Stufen gestaffelt.
Beispiele: Zurzeit ist in der höchsten Stufe, wer mehr als 614 .- über der Einkommensgrenze als Einkommen hat. Ab Sommer ist die Stufe 7 die höchste Stufe, in dieser liegt, wer mehr als 871,- oberhalb der Einkommensgrenze liegt.
Wer 511,- über der Einkommengrenze liegt, ist zurzeit in Stufe 7 und muss für das erste Kind in Vollzeitbetreuung 183 Euro bezahlen. Mit demselben Einkommen wird diese Familie ab Sommer in Stufe 4 liegen und für dieselbe Betreuungsstufe nur noch 140,- bezahlen müssen.

Die Erhöhung ist Teil des Haushaltssicherungskonzepts 2015  bis 2017. Dieses sah ursprünglich die Einführung einer 10. Stufe und deine pauschale Erhöhung der Entgelte vor. Mit einem rot-grünen Änderungsantrag wurde aber vom Rat u.a. beschlossen, eine sozialere Staffelung vorzunehmen.