Bindert: Nie waren die hannoverschen Freiräume wertvoller als heute

  • Veröffentlicht am: 17. Februar 2020 - 12:43
Mark BIndert
Mark Bindert, Foto: Sven Brauers, © Grüne Hannover

„Stadtgrün 2030“ - ein Freiraumentwicklungskonzept für Hannover

Mark Bindert: „Nie waren die hannoverschen Freiräume wertvoller als heute.“

Hannover ist eine grüne Stadt und soll eine grüne Stadt bleiben“, betont Mark Bindert, umweltpolitischer Sprecher der grünen Ratsfraktion. „Gerade vor dem Hintergrund einer weiter wachsenden Bevölkerung und einem damit steigenden Bedarf an Flächen für Wohnen, Gewerbe, Schulen etc. in Hannover, ist der Schutz von Freiräume besonders wichtig“, erklärt der Grüne Umweltpolitiker.

Die auch im Bundesvergleich besondere Freiraumqualität Hannovers ist ein maßgeblicher Bestandteil der hohen Lebensqualität in unserer Stadt. Denn neben ihrer Bedeutung für die Erholung und die Artenvielfalt tragen die Freiräume als Temperatursenken und Frischluftschneisen auch wesentlich zur Minimierung der Folgen des Klimawandels in Hannover bei.

„Bereits in unserem Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2016 hatten wir Grünen ein städtisches Freiraumkonzept gefordert“, so Bindert. „Wir freuen uns daher, dass das Freiraumentwicklungskonzept „Stadtgrün 2030“ und unser Änderungsantrags dazu nun im letzten Verwaltungsausschuss beschlossen wurde.“

In ihrem Änderungsantrag zum Freiraumentwicklungskonzept haben die Grünen zusammen mit SPD und FDP Anregungen der Expert*innen aus der Anhörung vom 04.11.2019 aufgegriffen. Angeregt wurden unter anderem die Themen Regionale Vernetzung, Klimafunktionen (z.B. Vermeidung und Abbau von Hitzeinseln), Umwelt und Umweltgerechtigkeit, Gesundheit und soziale Lage, Radwege durch Grünzüge bzw. -flächen, Naturschutz vs. Naherholung, Nutzung vs. Schutz von Brachen, „Hannover an der Leine“, „Gartenregion Hannover“, Fassadenbegrünung, Dachbegrünung (u.a. „roof-walk“ in der Innenstadt), Flächenentsiegelungen, Vernetzung von Grünzügen, Schutz der Biodiversität (inkl. Insektenfreundlichkeit und Bekämpfung von Neophyten) sowie wassersensible Gestaltung der dichtbebauten Stadt, die in das überarbeitete Freiraumentwicklungskonzept eingearbeitet werden sollen.

Hintergrund:

Im Verwaltungsausschuss am 13. Februar sind die Drucksache Nr. 1416/2019 N1 „Stadtgrün 2030“ - ein Freiraumentwicklungskonzept für Hannover“ und dazu der Änderungsantrag der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen, der SPD und der FDP im Rat der Landeshauptstadt Hannover (Drucksache Nr. 0045/2020) beschlossen worden.

Das Freiraumentwicklungskonzept ist ein mittel- bis langfristiges Planungsinstrument zur Sicherung und zukunftsfähigen Gestaltung des Grünflächensystems in der Stadt und wird vom Fachbereich Umwelt und Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover koordiniert und bearbeitet. Es definiert zukünftige Anforderungen von Gesellschaft und Umwelt, wie gute Erreichbarkeit, klimagerechte Gestaltung und Nutzbarkeit von Grünflächen. Die Bearbeitung mündet in einem Ziel- und Maßnahmenkonzept, das politisch beschlossen und anschließend Schritt für Schritt umgesetzt werden soll.

Das Freiraumentwicklungskonzept versteht unter Freiraum alle unbebauten Flächen, die von den Einwohnerinnen und Einwohnern Hannovers für den Aufenthalt im Freien genutzt werden können. Dazu gehören allgemein nutzbare Freiräume wie Grünflächen, Parks, Wälder, Plätze oder auch Straßenräume und zweckgebundene Freiräume wie Kleingärten, Friedhöfe oder Sportanlagen. Weiterhin gehören dazu Flächen, die als Freiraum erlebbar, gegebenenfalls aber nicht unmittelbar genutzt werden können, wie Acker und Grünland oder Gewässer. Unterschieden werden muss zudem nach öffentlichen, z.B. Parks und Grünflächen und privaten Freiräumen, z.B. Gärten.