PM Clausen-Muradian (Grüne): „Hannover soll „fahrradgerechter“ werden!“

  • Veröffentlicht am: 21. Februar 2018 - 10:44
Dr. Elisabeth Clausen-Muradian
Foto: Sven Brauers, © Grüne Hannover

Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs

„Angesichts der aktuell bestehenden Luftqualitäts- Platz- und Stauprobleme in Hannover reichen die bisherigen Fortschritte beim Ausbau des Radverkehrs nicht mehr aus“, stellt Dr. Elisabeth Clausen-Muradian, verkehrspolitische Sprecherin der grünen Ratsfraktion, fest. „Um die hannoverschen Verkehrsprobleme nachhaltig zu lösen, müssen daher dringend weitere Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs von der Stadtverwaltung ergriffen werden“, erklärt die grüne Verkehrspolitikerin. Zu diesen Maßnahmen gehören:

  • Die schnellstmögliche Rotmarkierung aller Fahrradschutzstreifen, Radfahrstreifen und Radverkehrsführungen über Straßenkreuzungen und Straßeneinmündungen im gesamten Stadtgebiet.
  • Die Bevorzugung der Anlage von getrennten Radverkehrsanlagen vor Fahrradschutzstreifen, sofern es die baulichen Dimensionen des Verkehrsraumes insbesondere von Hauptverkehrsstraßen ermöglichen.
  • Die Schaffung von klaren Sichtbeziehungen für den Radverkehr bei Um- und Neubauten von Kreuzungen, um Abbiegeunfälle zu verhindern.
  • Die Neugestaltung von Kreuzungen, damit RadfahrerInnen diese künftig in einer Ampelphase queren können.
  • Die weitere Verdichtung des Fahrradstraßennetzes im Stadtgebiet.
  • Die sukzessive Ertüchtigung der Radverkehrs-Hauptrouten für die Nutzung von Lastenrädern und Fahrradanhängern.
  • Eine deutliche Steigerung des Radverkehrsanteils am innerstädtischen gewerblichen Verkehr bis 2025.

Clausen-Muradian: „Ziel ist es, Hannover von einer „autogerechten“ zu einer „fahrradgerechten“ Stadt umzubauen und damit zugleich auch die Verkehrssicherheit für RadfahrerInnen, insbesondere auch für Schulkinder, weiter zu verbessern. Nur eine gute und sichere Radverkehrsinfrastruktur bietet eine echte Mobilitätsalternative, um mehr Menschen häufiger zum Umstieg auf Fahrrad, Pedelec oder Lastenrad zu bewegen. Jede per Rad zurückgelegte Strecke bedeutet darüber hinaus ein Auto weniger im Stau. Der Ausbau des Radverkehrs ist zudem kostengünstig und effizient. Verglichen mit den Kosten für Autoverkehr und ÖPNV ist der Radverkehr immer die mit Abstand preiswerteste Lösung.“

Hintergrund:

Heute (Mittwoch, 21.02.18) wird in der Sitzung des Stadtentwicklungs- und Bauausschusses der gemeinsame Antrag der Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, der SPD und der FDP im Rat der Landeshauptstadt Hannover zu „Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit des Radverkehrs und zur Förderung von gewerblicher Fahrradnutzung“ (Drucksache Nr. 0277/2018) behandelt.

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