Klingenburg-Pülm: Rede zu den Bündnis-Haushaltsanträgen im Schul- und Bildungsausschuss

  • Veröffentlicht am: 14. November 2018 - 14:21
Silvia Klingenburg
Silvia Klingenburg ( Foto: Sven Brauers, © Grüne )

Redebeitrag Silvia Klingenburg-Pülm, schulpolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion, zu den Rot-Grün-Gelb geeinigten Anträgen im Schulbereich zum Doppelhaushalt 2019/20 im Schul- und Bildungsausschuss am 14.11.2018

 

„Die Freiluftschule Burg ist in ihrer Arbeit einzigartig in Europa. Schüler*innen der 3. und 4. Klassen der Grundschulen halten sich für eine Woche ganztags auf dem Gelände der Freiluftschule auf. Sie können hier konkrete Erfahrungen zu den Themen Natur, Artenschutz und Umwelt sammeln, die ihnen ihr städtisches Umfeld nicht bietet. Leider konnten bisher nicht alle Schüler*innen Hannovers von diesem Angebot profitieren, was sich durch die massiv angestiegene Zahl der Grundschüler*innen noch verschärft hat. Damit möglichst viele Grundschulklassen teilnehmen können, haben wir in den Haushalt 50.000 € Planungskosten eingestellt, um den Bau des Schulgebäudes um zwei gläserne Klassenzimmer, die die visuelle Beziehung der Räume nach innen und den Blick nach draußen ermöglichen, zu erweitern.

 

Wir wollen die weiterführenden Schulen bei der Umsetzung der Inklusion unterstützen. Ein Konzept, das die Bedarfe und die aus ihnen abzuleitenden Maßnahmen der verschiedenen Schulen berücksichtigt, soll zunächst erarbeitet und 2019 der Politik vorgelegt werden. Sowohl die weiterführenden Schulen, die schon lange und gut inklusiv arbeiten, als auch die Schulen, die sich erst am Anfang des Weges in eine inklusive Arbeit befinden, benötigen aktuell Unterstützung und die notwendige Begleitung, um allen Schüler*innen gerecht zu werden.

Die Peter-Ustinov-Schule z. B., die inklusiv arbeitet, unterrichtet 30 Schüler*innen mit einem Gutachten „Geistige Entwicklung“, es fehlen aber notwendige Fachkräfte wie Ergotherapeut*in oder Sprachtherapeut*in.

 

Die Arbeit des Bildungsbüros soll um eine weitere Stelle gestärkt werden. Das Bildungsbüro übt neben weiteren Aufgaben auch beratende Tätigkeiten aus. Hier sei insbesondere die Schullaufbahnberatung genannt - eine sehr wichtige Arbeit, die durch die dort arbeitenden Menschen nicht mehr umfassend geleistet werden kann. Um Bildungsgerechtigkeit nicht nur auf dem Papier stehen zu lassen, haben wir hierfür Geld eingesetzt.“

 

Übersicht der Anträge von Rot-Grün-Gelb zum Doppelhaushalt 2019/2020:

Ergebnishaushalt:

  • + 50.000 € (2019) für die Planung der baulichen Erweiterung der Freiluftschule Burg um zwei gläserne Klassenräume
  • + 35.000 € (2019) bzw. 70.000 € (ab 2020) für die Einrichtung einer Stelle für die Bildungsberatung im Bildungsbüro
  • + 250.000 € (2019) bzw. 500.000 € (ab 2020) um acht Schulen in das Verfahren zur Unterstützung von Schulen mit besonderen Herausforderungen aufzunehmen
  • Es soll geprüft werden, inwieweit die IGS Vahrenheide-Sahlkamp, IGS Kronsberg und die IGS Badenstedt entweder analog zur IGS Roderbruch einen Primarbereich auf ihrem jeweiligen Gelände einrichten oder mit einer Grundschule in der Nähe einen Schulverbund initiieren können (Haushaltsbegleitantrag)
  • Erarbeitung eines Konzeptes zur Unterstützung der weiterführenden Schulen, wie Inklusion umgesetzt werden kann (Haushaltsbegleitantrag)

 

Anträge aus dem Schulbereich im Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft & Liegenschaften:

  • 75.000 € (2019) für die Planung zum fünfzügigen Ausbau der IGS Bothfeld
  • 75.000 € (2019) zusätzlich für die Planung einer Erweiterung der GS Wettbergen