Bindert: Rede zu den Haushaltsanträgen im Sportausschuss

  • Veröffentlicht am: 12. November 2018 - 12:54
Mark BIndert
Foto: Sven Brauers, © Grüne Hannover

Redebeitrag Mark Bindert, sportpolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion, zu den Rot-Grün-Gelb geeinigten Anträgen im Sportbereich zum Doppelhaushalt 2019/20 im Sportausschuss am 12.11.2018:

„Das Fösse-Freibad kommt! Rot-Grün-Gelb konnte sich darauf einigen, dass 90.000 € ab 2020 für die Planung des Bades in den Haushalt eingestellt werden. Darüber hinaus werden die finanziellen Mittel für den Bau ab 2022, wenn voraussichtlich das Hallenbad fertiggestellt ist, in den Haushalt eingestellt. Somit bleibt das erste kombinierte Hallen- und Freibad Deutschlands, das 1960 eröffnet wurde, in neuer Form erhalten.

Freibäder sind ein wichtiger Teil der kommunalen Daseinsvorsorge, was auch der Besucher*innen-Rekord in diesem Jahr nachhaltig untermauerte.

Für viele Menschen jeden Alters ist das Freibad, über die Möglichkeit zu schwimmen hinaus, eine soziale Begegnungsstätte, „ein großer Spielplatz und Schule des Lebens zugleich“1. Und: Menschen, Familien, die aus welchen Gründen auch immer, nicht in den Urlaub fahren können, haben hier eine willkommene Abwechslung vom Ferien-Alltag. Gerade deshalb ist dieses Angebot für die Menschen in Hannover und speziell in Linden so wichtig – auf den Punkt gebracht: Hannover bleibt lebens- und liebenswert.

Rot-Grün-Gelb haben sich auf einen Fun- bzw. Trendsporttopf im investiven Bereich verständigt. Für zwei Jahre mit je 100.000 € sollen zielgerichtet Projekte mit baulichen Maßnahmen unterstützt werden können. Hierzu gehören Sportarten wie z. B. Skating, BMX-, Crossrad bzw. Mountainbike-Fahren oder auch Free-Climbing. Gerade in diesem Bereich der Sportaktivitäten sind viele Initiativen von Jugendlichen entstanden, die mit hohem Einsatz zur Entwicklung ihrer Sportart beitragen. Dies gilt es zu unterstützen, da die Jugendlichen in diesem Prozess gestärkt werden und zusätzlich Alltagskompetenzen erwerben. Nicht zu vernachlässigen ist, dass aus diesen „Nischensportarten“ wie z.B. Snowboarding (seit 1998) oder Skateboarden (ab 2020) traditionelle olympische Disziplinen werden und weiter noch werden können. Deshalb ist dieses Geld auch unter dem Aspekt der Sportentwicklung mehr als gut angelegt!

Ein weiterer Mosaikstein zur Förderung des Sports ist ein Sonderprogram zur Instandsetzung von so genannten Bezirks-Sportplätzen. Eine erste Maßnahme ist mit dem Sportplatz Roderbruch gesetzt. Zukünftig haben die Vereine die Option, sich über sinnvolle und sachgerechte Sanierungsmaßnahmen zu informieren. Durch die dauerhafte Einsetzung des Betrages wird ihnen zudem die Möglichkeit gegeben, dem Beispiel Roderbruch folgend eigene Maßnahmen ab 2021 auf ihren Anlagen durchzuführen. An den Kosten werden die Vereine mit einem Anteil von 25 % beteiligt.“

1 DIE ZEIT, 10-08-2018

Übersicht der Anträge von Rot-Grün-Gelb zum Doppelhaushalt 2019/2020:

Ergebnishaushalt:

  • + 90.000 € (ab 2020) für die Planung eines Freibades und eines Kindererlebnisbereiches auf dem Gelände des Fössebades
  •  + 13.500 € (2019) bzw. 27.000 € (ab 2020) JugendSportNetzwerk des Stadtsportbundes für Personal
  • + 300.000 € (2019) bzw. 250.000 € (ab 2020) Sondertopf zur Unterhaltung, Sanierung und Pflege der so genannten Bezirkssportanlagen; erste Maßnahme Sportplatz Roderbruch
  • + 63.500 € (2019) bzw. 66.800 € (ab 2020) Vollzeitstelle für die „Zentrale Kontaktstelle Inklusion und Integration im Sport“ im Fachbereich 52 Sport und Bäder
  • + 30.000 € (ab 2019) Je 15.000 € für die Inklusionsarbeit des Stadtsportbundes und die beim VfL Eintracht angesiedelte Koordinierungsstelle „Sport & Geflüchtete“
  • + 32.800 € (ab 2019) für Haftmittelreinigung in zwei Sporthall

Finanzhaushalt:

  • + je 100.000 € (2019 & 2020) für Maßnahmen im baulichen Bereich des Fun-/Trenderlebnis-Sports
  • Verpflichtungsermächtigung: 200.000 € (2021) bzw.  je 1.500.000 € (2022 & 2023) für das Kunststoffrasenplatzprogramm