Clausen-Muradian: Wir wollen vier der Velorouten bereits provisorisch einrichten

  • Veröffentlicht am: 4. Juni 2020 - 14:52

grune_han_elisabeth_clausen-muradian_brauers-11022-bearbeitet.jpg

Dr. Elisabeth Clausen-Muradian
Elisabeth Clausen-Muradian, Foto: Sven Brauers, © Grüne Hannover

Elisabeth Clausen-Muradian: „Eine in jede Himmelsrichtung: Wir wollen vier der Velorouten bereits provisorisch einrichten.“

Auf Grüne Initiative hin hatte die Ampelpartnerschaft zum Doppelhaushalt 2019/2020 einen Antrag zu Velorouten und Radschnellwegen eingebracht. Damit wurde die Verwaltung beauftragt, zusammen mit der Region Hannover und dem ADFC eine stadtweite, stadtteilverbindende Radverkehrsinfrastruktur in alle Stadtbezirke und angrenzenden Umlandgemeinden zu planen und in den nächsten zehn Jahren zu realisieren.

Gestern (03.06.2020) wurde, passend zum Weltfahrradtag, auf Grüne Initiative hin ein ergänzender Antrag zur zeitnahen, provisorischen Einrichtung von vier der geplanten Velorouten in Corona-Zeiten unterzeichnet.

Dazu erklärt Dr. Elisabeth Clausen-Muradian, Bau- und Verkehrspolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion: „Die Verwaltung wird mit unserem Antrag beauftragt, in der Zeit der Corona-Krise vier der vom Rat beauftragten Velorouten bereits jetzt provisorisch einzurichten, um damit schnellstmöglich mehr Platz und Komfort für den Radverkehr zu schaffen.

Wir wollen damit die Hannoveraner*innen und die Pendler*innen aus dem Umland motivieren, generell, und speziell während der Corona-Krise, das Fahrrad für ihre Alltags- und Freizeitwege zu nutzen, oder sogar vom PKW auf das Rad umzusteigen. Auch den ÖPNV-Nutzer*innen, die jetzt aus Infektionsschutzgründen Busse und Bahnen meiden, wollen wir so eine attraktive Alternative zum PKW anbieten.

Mehr Autoverkehr in Hannover können wir uns angesichts der damit verbundenen Klima-, Luftqualitäts-, Platz- und Stauprobleme nicht leisten. Bezüglich der Luftqualitätsbelastung gilt dies während der Corona-Pandemie ganz besonders. Gibt es doch Hinweise aus der Wissenschaft, dass durch Luftschadstoffe verursachte Atemwegserkrankungen die Gefährdung durch den Covid-19-Virus erhöhen. Das Fahrrad oder E-Bike ist hier eine gesunde und durch die Velorouten eine schnelle, komfortable und sichere Alternative zum PKW.

Wir wünschen uns eine zeitnahe und zielgerichtete Umsetzung der provisorischen Einrichtung der Velorouten durch die Verwaltung und stehen dazu mit ihr im Austausch.“

Hintergrund:

Seit der Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen steigt auch das Verkehrsaufkommen in Hannover wieder deutlich. Mit der Sichtbarmachung der künftig zu realisierenden Velorouten soll die Kapazität des hannoverschen Radwegenetzes erhöht werden. Der am 03.06.2020 unterzeichnete Antrag des Ampelbündnisses wird in einem der kommenden Ausschüsse für Stadtentwicklung und Bau vorgelegt.

In Berlin wurden während der Corona-Krise schon mehrere temporäre Radwege markiert, insbesondere dort, wo bereits dauerhafte Radwege geplant sind.