Rot-Grün-Gelbe Anträge für soziale Teilhabe, Jugendberufshilfe und Nachbarschaftsarbeit

  • Veröffentlicht am: 20. Februar 2017 - 9:52
Katrin Langensiepen
Katrin Langensiepen, sozialpolitische Sprecherin der grünen Ratsfraktion Hannover. Foto: Sven Brauern

Unterstützung für Hilfe, die ankommt – das ist das Ziel der Anträge von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP zum Haushalt 2017/18. „Jeder Mensch kann in Schwierigkeiten geraten, deswegen brauchen wir Projekte für alle Generationen“, so die drei sozialpolitischen SprecherInnen übereinstimmend.
„Hierfür ist die soziale Arbeit in den Quartieren unerlässlich, deswegen setzen wir uns für nachbarschaftliche Projekte und Initiativen ein“ so Robert Nicholls, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion. „Wir unterstützen zudem die Vermeidung des Abbruchs von Berufsausbildungen“, so Nicholls weiter. „Ein weiterer Schwerpunkt sind für uns die Beratungs- und Unterstützungsangebote für Menschen mit Behinderungen sowie für Obdachlose.“
Berufshilfe für Jugendliche schafft Perspektiven und vermeidet weitere Kosten. „Projekte in diesem Bereich werden generell in den kommenden Jahren viel zu tun haben – dafür brauchen sie ausreichend Mittel“, stellt Katrin Langensiepen, sozialpolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion fest. „Dasselbe gilt auch für den Hannover Aktiv Pass, der mit steigender Tendenz in Anspruch genommen wird.“ Langensiepen weiter: „Auch ein Projekt für ältere MigrantInnen unterstützen wir.“
Patrick Döring legt als sozialpolitischer Sprecher der FDP-Ratsfraktion Wert darauf, dass auch die Stadtgesellschaft für soziale Belange sensibilisiert werde: „Freiwilliges Engagement von Unternehmen und Privatpersonen sollte weiter ermutigt werden. Es ist wichtig für den sozialen Zusammenhalt unserer Stadt und bedarf daher noch größerer Wertschätzung auch in der öffentlichen Wahrnehmung“.
Alle drei freuen sich, den Doppelhaushalt 2017/2018 gemeinsam beraten zu haben: „Die verschiedenen Ansichten und Haltungen von SPD, Grünen und FDP sind am Ende eine Bereicherung für den sozialen Zusammenhalt dieser Stadt, die wir lieben.“

Die Anträge im Überblick:
+ 88.000 Euro für die Jugendberufshilfe
+ 50.000 Euro für den Hannover Aktiv Pass
+ 45.000 Euro für das Beratungszentrum für Integrations- und Migrationsfragen (BIM) der Arbeiterwohlfahrt Region Hannover e.V.
+ 40.000 Euro für alltagsunterstützende Sozialarbeit in der Johann Jobst Wagener’schen Stiftung.
+ 18.000 Euro (2017) und + 30.000 Euro (2018) für mittendrin e.V.
+ 30.000 Euro für das Mütterzentrum Döhren (wenn Bundesmittel wegfallen)
+ 22.200 Euro für den Nachbarschaftstreff MSV Welcome in Ricklingen
+ 8.000 Euro (2017) und + 19.000 Euro (2018) für den SNS Stadtteilladen in Stöcken
+ 15.000 Euro (ab 2018) für das Projekt Starkes Hainholz der Diakonie
+ 14.500 Euro für das Infocenter im Pflegeheim Badenstedt der Diakonie
+ 11.520 Euro für die SeniorInnenarbeit von Can Arkadaº
+ 10.000 Euro für das Zahnmobil
+ 6.600 Euro (in 2017) und + 6.000 Euro (in 2018) für Partizip e.V.
+ 6.000 Euro für das Selbstlernzentrum von Schmitt e.V.

· Auftrag an die Verwaltung, die Nachbarschaftsarbeit in Vahrenwald-List zu unterstützen.
· Auftrag an die Verwaltung, das Stadtteilzentrum KroKus mit einem Blindenleitsystem auszustatten.