GRÜNE freuen sich über Sonderpreis für Hannovers Fair Trade-Engagement

  • Veröffentlicht am: 22. September 2015 - 12:52
Pat Drenske

Drenske: „Die Auszeichnung bestätigt unsere Initiative für eine Ausweitung der Aktivitäten des Agenda-Büros!“

Mit dem Ratsbeschluss von 2009, der Erklärung des Deutschen Städtetages zu den Milleniums-Entwicklungszielen der Vereinten Nationen beizutreten, und der Auszeichnung als fair trade town 2010 steht die Stadt Hannover in der Verpflichtung, Maßnahmen zu ergreifen, die der wachsenden Armut in den Ländern der sogenannten 3. Welt entgegen wirken. Ein Beitrag dazu ist der faire Handel. Die Beschäftigung mit Produkten aus dem fairen Handel ist darüber hinaus ein hervorragendes Mittel, um das Gedankengut der Milleniumsziele und der internationalen Entwicklungszusammenarbeit in den Köpfen und Herzen der Bevölkerung zu verankern.

„Es hat sich jedoch gezeigt, dass bei dem Thema fairer Handel noch erheblicher Bedarf an Informations- und Überzeugungsarbeit sowohl innerhalb der Verwaltung als auch in den Bildungseinrichtungen und in der Stadtgesellschaft besteht“, erklärt Pat Drenske, umweltpolitischer Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion.

„Wir haben daher im Haushalt 2013 zusätzliche Mittel für die Einrichtung einer weiteren Planstelle im Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro der Landeshauptstadt zur Ausweitung der kommunalen Nachhaltigkeits-Bildungsarbeit und die verstärkte Förderung des Fairen Handels zu Verfügung gestellt. Umso mehr freut es uns, dass die Einrichtung dieser Stelle jetzt durch einen Sonderpreis für Hannover im Wettbewerb um die „Hauptstadt Fairer Handel“ gewürdigt wurde“, so Drenske.

Hintergrund:

Im Wettbewerb um die „Hauptstadt Fairer Handel“ hat die Stadt Hannover gestern (21. September 2015) einen Sonderpreis für ihr Engagement erhalten. Gewürdigt wurde, dass die niedersächsische Landeshauptstadt vor zwei Jahren eine Stelle im Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro eingerichtet hat, um das Thema „faire Beschaffung“ sowie die Bildungsarbeit in Schulen und Kindertagesstätten zu intensivieren.

Der bundesweite Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt, steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller, und wird von der „Servicestelle Kommunen in der Einen Welt“ durchgeführt. In diesem Jahr wurden die deutschen Kommunen zum siebten Mal aufgerufen, Aktivitäten und innovative Maßnahmen zur Stärkung des Fairen Handels einzureichen. Als „Hauptstadt des Fairen Handels 2015“ ist Saarbrücken ausgezeichnet worden.

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